Pferde

Aufgrund von unterschiedlichen Wurmarten sind Durchfälle, Koliken und Bronchitis mit anhaltenden Hustenanfällen, Abmagerung, verminderter Vitalität und Kraftlosigkeit die auffälligsten Anzeichen für die Erkrankung durch Rundwürmer. Den Wurmbefall beim Tier kann man am besten durch den Nachweis von Eiern oder Larven im Kot feststellen. Leider lassen sich genau jene Larvenstadien nicht nachweisen, die den größten Schaden verursachen (große Palisadenwürmer, Spulwürmer oder Zwergfadenwürmer). Die Diagnose eines solchen Wurmbefalls fordert ein hohes Maß an Erfahrung. Die Konsequenz aus diesem Sachverhalt ist die regelmäßige Entwurmung der Pferde zur Vorbeugung von Wurminfektionen.
Sie können aber auch selbst eine ganze Menge zur
erfolgreichen Prophylaxe tun.
Bei der Bekämpfung der Würmer ist neben medikamentösen Maßnahmen die hygienische Vorbeugung sehr wichtig. Die hygienischen Schutzmaßnahmen orientieren sich dabei an bekannten Tatsachen, wie z.B.
Deshalb ist die Weidehygiene bei der Vorbeugung von größter Bedeutung. Ungepflegte Weiden weisen vor allem in der Nähe der Pferdeäpfel häufig einen sehr hohen Grad an Verseuchung mit Wurmlarven auf. Deshalb sollten die Pferdeäpfel regelmäßig abgesammelt werden.
Neben den hygienischen Maßnahmen erfordert die sachgemäße Pferdepflege den Einsatz von Wurmmitteln in regelmäßigen Intervallen bzw. zu strategischen Zeitpunkten. In den Monaten von April bis August sollen alle Pferde (auf der Weide) in 4-wöchigem Abstand entwurmt werden. Dadurch wird die erhöhte Ausscheidung von Wurmeiern in den Frühjahrs- und Sommermonaten unterbunden und die Weiden werden weniger verseucht.
Bekanntermaßen sollten alle Pferde gleichzeitig entwurmt werden. Die für Pferde zugelassenen Wurmmittel werden meist über einen spritzenähnlichen Dosierer direkt in das Maul gegeben. Wurmpasten aus einem Mauldosierer gewähren gegenüber Pellets oder Granulaten eine höhere Sicherheit, dass das Pferd auch wirklich die notwendige Menge bekommt. Wir beraten Sie natürlich bei der Wahl des richtigen Mittels.
In Reitbetrieben und allen Formen der Pferdehaltung ohne Zucht genügt im allgemeinen eine viermalige Behandlung der Tiere. Diese kann strategisch platziert werden:
Im Winter mit einer Wiederholungsbehandlung nach 6 Wochen gegen alle o.g. Parasiten und zusätzlich gegen die Magenbremse.
Im Sommer mit einer Wiederholungsbehandlung nach 6 Wochen gegen Spulwürmer bei jüngeren Tieren bzw. Palisadenwürmer und Madenwürmer bei älteren Tieren.
Eine Entwurmung zum Ende der Weideperiode reduziert die Verschleppung dieser Parasiten in Ställe und Winterausläufe deutlich. Der optimale Zeitpunkt liegt 3 bis 5 Tage vor dem geplanten Weideabtrieb oder in regelmäßigen Abständen alle 4 Monate.